Städtischer Jugendbeirat soll endlich aufgewertet werden!

Montag, Mai 13, 2013 @ 01:05 PM
Raml

Städtischer Jugendbeirat soll endlich aufgewertet werden!

Ausbau der Jugendbeteiligung soll Politikverdrossenheit entgegenwirken

 

Seit Jahren beschäftigt sich der Linzer Gemeinderat mit den Mitbestimmungsmöglichkeiten von Jugendlichen an politischen Entscheidungsfindungen. „Schon öfter wurde in diesen Diskussionen festgehalten, dass der städtische Jugendbeirat in seiner derzeitigen Form keine ausreichenden Möglichkeiten bzw. nur sehr wenig Anreiz bietet und daher auch nahezu unbekannt ist. Der Politikverdrossenheit der Jugend muss endlich entgegengewirkt werden“, erneuert FPÖ-Jugendsprecher GR Michael Raml die langjährige Forderung. Die FPÖ beantragt daher in der nächsten Gemeinderatssitzung, den Jugendreferenten der Stadt Linz, Vzbgm. Klaus Luger, mit der inhaltlichen und personellen Neukonzeptionierung des Jugendbeirates zu beauftragen. „Bereits einzelne Maßnahmen wären ein positives Signal“, unterstreicht Raml sein Anliegen.

 

Der Jugendbeirat in seiner derzeitigen Form weist augenscheinlich mehrere Mängel auf. Zum einen ist er personell zu wenig breit aufgestellt, da nur politische Vorfeldorganisationen vertreten sind. Zum anderen hat er inhaltlich keine Kompetenzen bzw. sind die Aufgaben unklar. Vom derzeit bestehenden Jugendbeirat der Stadt Linz hörte man in den letzten Jahren so gut wie nichts. „Kein Wunder, selbst auf dem Internetauftritt der Stadt Linz finden Interessierte keine näheren Informationen über dessen Aufgaben und konkrete Tätigkeiten.“ kritisiert Raml die bislang äußerst dürftige Einbindung von Jugendlichen im Rahmen von politischen Entscheidungen.

 

Laut einer IMAS-Umfrage (Quelle: OÖN vom 16.03.2011) waren bereits im Jahr 2011 84% der Linzer Jugendlichen zwischen 14 und 18 Jahren an der Stadtpolitik wenig oder gar nicht interessiert. Auch zwei Jahre später muss wohl davon ausgegangen werden, dass diese Entwicklung mangels entsprechender Maßnahmen nicht gestoppt wurde. „Es ist höchste Zeit, tätig zu werden und die Beteiligung der Jugend am politischen Geschehen voranzutreiben. In den letzten Jahren hätten bereits zwei freiheitliche Anträge Besserung bringen sollen, scheiterten jedoch an den Mehrheitsverhältnissen im Gemeinderat. Die anderen Fraktionen sollen endlich die Jugend mit ins Boot nehmen und einen Umdenkprozess starten“, so der freiheitliche Jugendsprecher abschließend.

Leave a Reply