Furchtlos durch die Nacht – Lust statt Frust

Montag, Oktober 13, 2014 @ 11:10 AM
Raml

Die Ausgangssituation: zerbrochene Glasscherben, Schreie, düstere Gestalten, herumziehende Banden, herumlümmelnde Punks… Das alles sind keine Szenen aus einem Hollywoodfilm, sondern ist die derzeitige Realität in der Linzer Altstadt. Der Ring Freiheitlicher Jugend Linz führte in den letzten Wochen bei mehreren Lokalaugenscheinen Gespräche mit Lokalbesitzern, Türstehern, Rettungssanitäter und Anrainer. Aus Angst vor Repressionen wollen sie anonym bleiben. Ihre Aussagen zeichnen ein erschreckendes Bild.

 

Die Linzer Altstadt ist Schauplatz von massivem Drogenkonsum, Gewaltexzessen und minderjährigen Alkoholleichen. Bei Letzteren sind es immer jüngere Nachtschwärmer, die teilweise erst 12 Jahre alt sind.

 

Der RFJ Linz stellt daher fünf Forderungen für ein sicheres Nachtleben in Linz:


  • Volle Härte gegen Bandenkriminalität
  • Drogen raus aus der Altstadt
  • Kostenlose Selbstverteidigungskurse
  • „Abfüllstationen“ dicht machen
  • Sicheres Heimkommen

 

 1.   Volle Härte gegen Bandenkriminalität

 

Freitagabend, Linzer Altstadt: Jugendliche Gruppierungen, vorwiegend Zuwanderer, verursachen durch ihr provokantes Auftreten ein unangenehmes Gefühl, bis hin zu Angst und Schrecken. Dabei werden Konflikte nicht nur zwischen den unterschiedlichen Nationalitäten ausgetragen, auch unschuldige Österreicher werden zum Teil Opfer derer Gewaltbereitschaft. Berichten zufolge werden Übergriffe sogar unter Einsatz von Waffen wie z.B. Messern und Schlagringen ausgetragen. Viele Opfer trauen sich aus Angst vor weiteren Angriffen und Racheakten keine Anzeige zu erstatten.

 

Der RFJ Linz fordert daher die Polizei auf, mit voller Härte gegen Bandenkriminalität vorzugehen. Es ist höchste Zeit für verstärkte Schwerpunktkontrollen!  Zudem appellieren wir an die Vernunft der Lokalbetreiber, auch ihren Teil für eine sichere Altstadt beizutragen. In der deutschen Stadt Reutlingen hat sich ein flächendeckendes Hausverbot bewährt.
http://www.gea.de/region+reutlingen/reutlingen/sicheres+nachtleben+hausverbot+gilt+ueberall.3705243.htm

„Gewalt hat in Linz nichts verloren“

 2.   Drogen raus aus der Altstadt


Es ist trauriger Fakt, dass in der Altstadt nicht nur legale Genussmittel angeboten und konsumiert werden. Die Drogenjunkies bleiben nicht unter sich, sondern verführen auch unsere Jugend zum Rauschgiftkonsum. Ein rigoroseres Vorgehen der Polizei gegen die Linzer Drogenszene ist angebracht. Als verantwortungsvolle Jugendorganisation spricht sich der RFJ Linz, im Gegensatz zu anderen, wie Sozialistische Jugend und Jungen Grünen, klar gegen die Legalisierung von bekannten Einstiegsdrogen, wie zum Beispiel Cannabis, aus.
Aufklärungsarbeit alleine ist zu wenig. Die bekannten Drogennester müssen ausgehoben werden! Uns ist bewusst, dass für die Exekutive, ohne dringend nötiger Personalaufstockung, die Möglichkeiten beschränkt sind.

„Linz darf nicht zur Drogenhochburg werden“

 

3.   Kostenlose Selbstverteidigungskurse


Selbstverteidigung beginnt bereits vor einem Konflikt. Daher fordert der RFJ Linz kostenlose Präventionskurse für Jugendliche mit dem Schwerpunkt Konfliktvermeidung (Körpersprache, Vermeidung von Provokationen, richtiges Einschätzen der Situation). Kommt es dennoch zu einem gewalttätigen Übergriff, sollen Selbstverteidigungskurse zum Schutz jugendlicher Opfer beitragen.

 

Der RFJ Linz sieht hier akuten Nachholbedarf seitens des Jugend- und Sozialstadtrates Stefan Giegler (SPÖ). Derzeit bietet die Stadt Linz lediglich Selbstverteidigungskurse für Mädchen und Frauen an (http://www.linz.at/frauen/40073.asp). In Zusammenarbeit mit Jugendzentren, Schulen und dem Jugendbeirat soll die Stadt Linz ein entsprechendes kostenloses Angebot für alle Jugendliche ausarbeiten und finanzieren.

„Bei der Sicherheit unserer Jugend darf nicht gespart werden“

 

4.   „Abfüllstationen“ dicht machen


Aus Profitgier wird Minderjährigen das Taschengeld schamlos aus der Tasche gezogen, dabei ist es den Betreibern mancher Lokale völlig egal, dass sie damit die Gesundheit unserer Jugend gefährden. Die traurige Realität zeigt, dass es neben verantwortungsvollen Lokalbesitzern „schwarze Schafe“ gibt.

 

Daher fordern wir die Behörden auf, vermehrte Kontrollen durchzuführen und sogenannte „Abfüllstationen“ dicht zu machen.

„Jugendschutz bedeutet für uns: Verantwortung tragen, Zukunft sichern“

5.   Sicheres Heimkommen


Zu einem unterhaltsamen Fortgehen, gehört ein sicheres Heimkommen. Regelmäßig kommt es in den Nachtstunden zu tätlichen Übergriffen auf Nachtschwärmer. Videoüberwachung ist ein geeignetes Mittel um Straftaten vorzubeugen und aufzuklären.

 

Der RFJ Linz fordert daher: Ausbau der Videoüberwachung in der Linzer Altstadt und Einsatz von Kameras in öffentlichen Verkehrsmitteln und an neuralgischen Haltestellen. Eine verstärkte Polizeipräsenz soll zusätzlich an „amtsbekannten“ Plätzen das Sicherheitsgefühl erhöhen.

„Für uns zählt Opferschutz statt Täterschutz“

Hier findest Du die Presseunterlage

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